Berufswunsch Profisportler
Wer hat ihn nicht als Kind oder Jugendlicher schon einmal gehabt, den Traum ein Profisportler zu werden? Wie sein Idol steht man im Rampenlicht, wird gefeiert und vom anderen Geschlecht angebetet und, so ganz nebenbei, verdient man einen Haufen Geld. Gut und schön, aber nüchtern betrachtet steckt hinter dieser Idealvorstellung das Berufsbild einer hart arbeitenden Person mit einem hohen Arbeitspensum. Der Leistungsdruck ist enorm hoch, der Wettbewerb hart und je nach Sportart liegt das Verletzungsrisiko weit über dem Durchschnitt. Natürlich, die ärztliche Betreuung ist augenscheinlich höchst professionell, doch oftmals bleibt die Rehabilitation auf der Strecke, da “Arbeitsausfall” verlorenes Geld für den Arbeitgeber ist.Und damit sind wir beim heiklen Thema Verpflichtungen angelangt. Ein Sportprofi braucht einen Manager der ihn leitet, vertraglich wird festgelegt, was der Arbeitnehmer zu tun hat. Der private Bereich wird hier nicht ausgeschlossen. Profi sein ist ein Fulltime-Job. Vorgeschriebenes Training, Pressetermine, Abschluss von Sponsor- und Werbeverträgen – da bleibt nicht viel Zeit für sich selbst oder die Familie. Dadurch sind schon Beziehungen in die Brüche gegangen und Existenzen gescheitert. Auch die Tatsache, dass eine sportliche Karriere zeitlich begrenzt ist, birgt nicht nur Vorteile. Psychische Probleme in der Nachsportzeit sind nicht selten und oftmals ist die Herstellung einer wirklichen Privatsphäre nicht möglich. Fazit: Der Traum vom Sportprofi sei jedem gegönnt, doch sollte man sich vor Augen halten, was hinter der hübschen Fassade verborgen ist.